Eltern-Info

Vorsorgeuntersuchungen

Eine gesunde und altersgemäße Entwicklung ist wichtig. Um Fehlentwicklungen vorzubeugen und gegebenenfalls auch rechtzeitig gegensteuern zu können, gibt es von der Geburt bis zur Einschulung die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9. Hinzu kommt die Jugendvorsorge J1 als zusätzlicher Check-Up im Alter von 12 bis 14 Jahren.

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Vorsorgeuntersuchungen U1 und U2

U1 und U2 sind die ersten beiden Untersuchungen nach der Geburt, mit denen die allgemeinen Körperfunktionen überprüft werden. Sie werden meistens noch in der Klinik durchgeführt.

Vorsorgeuntersuchungen U3 bis U9

U3 bis U9 überprüfen die weitere Entwicklung. Entscheidende Fragen sind beispielsweise: Wächst Ihr Kind altersgmäß? Wie sind die Reflexe? Kann Ihr Kind ausreichend hören, sehen und sprechen? Reagiert Ihr Kind angemessen auf die Umwelt? Verläuft die motorische Entwicklung altersgemäß, kann Ihr Kind sich also ausreichend bewegen?

Vorsorgeuntersuchung J1

J1 ist eine Untersuchung für Jugendliche. In dem Rahmen schauen wir u.a. noch einmal nach Sehfehlern, Übergewicht, Haltungsfehlern und Allergien. Viele der mit der J1 untersuchten Punkte können später folgenschwere Krankheiten nach sich ziehen, wenn Fehlentwicklungen unbeachtet bleiben.

Helfen Sie uns bei der Beurteilung mit Ihren Beobachtungen und Ihrem Wissen. Erscheint Ihnen etwas auffällig? Gibt es besondere Krankheiten in der Familie?

Bringen Sie bitte das gelbe Vorsorgeheft mit zu den Untersuchungen, denn dort tragen wir alles ein.

Untersuchungen

U1 unmittelbar nach der Geburt
U2 3. bis 10. Lebenstag
U3 4. bis 5. Lebenswoche
U4 3. bis 4. Lebensmonat
U5 6. bis 7. Lebensmonat
U6 10. bis 12. Lebensmonat
U7 21. bis 24. Lebensmonat
U7a 34. bis 36. Lebensmonat
U8 46. bis 48. Lebensmonat
U9 60. bis 64. Lebensmonat
J1 im 14. Lebensjahr

Zusätzliche Untersuchungen*

U10 im Alter von 7 bis 8 Jahren
U11 im Alter von 9 bis 10 Jahren
J2 im Alter von 16 bis 17 Jahren
*Einige gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten, teils direkt über die Krankenkassenkarte, teils als Kostenerstattung. Bei einigen Krankenkassen muss ein persönlicher Antrag gestellt werden. Fragen Sie uns oder Ihre Krankenkasse, um Genaueres zu erfahren.

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"Kleiner Pieks, große Wirkung". "Doctopus" (ein großer freundlicher Octopus) erklärt es in Form von Bildern über jeder seiner Tentakel
Poster: "Stressfrei Impfen". Quelle: Robert Koch-Institut, mit freundlicher Genehmigung

Impfen

Die von der ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Institutes empfohlenen Impfungen sind uns sehr wichtig. Bei entsprechend großen Durchimpfungsraten werden gefährliche Krankheitserreger, die zu Tod oder schwerwiegenden Folgeschäden führen können, ausgerottet. Nicht nur ihr eigenes Kind, sondern auch Menschen, die wegen unterschiedlicher Grunderkrankungen nicht geimpft werden können bzw. dürfen, sind dann gegen diese Erkrankungen geschützt.  
 
Wir weisen auf Folgendes hin: Moderne Impfstoffe gehören zu den sichersten Arzneimitteln überhaupt. Schwere Nebenwirkungen oder dauerhafte gesundheitliche Beeinträchtigungen sind extrem selten. 

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Aktuelles zu Impfungen

Neue Impfung:

 
Liebe Eltern!
 
Der aktuelle Impfplan der STIKO empfiehlt bislang eine Impfung gegen Meningokokken der Serogruppe C. Seit Dezember 2013 ist in Deutschland auch ein Impfstoff gegen Meningokokken der Serogruppe B (ebenfalls Bakterien, die durch Tröpfcheninfektion z. B. eine Hirnhautentzündung verursachen) zugelassen.

Bei uns werden etwa 3/4 aller Meningokokken-Infektionen durch die Serogruppe B verursacht. Im Erkrankungsfall kann eine Infektion mit Meningokokken schnell zum Tode führen.

Je nach Alter ihres Kindes benötigt es 2, 3 oder 4 Impfdosen. Bei Beginn der Impfung im Alter von 2 Monaten muss abgewogen werden, ob sie zeitgleich (etwas höhere Wahrscheinlicheit von Fiebernebenwirkung) oder zeitlich versetzt (zusätzliche Termine) zur üblichen 6-fach- und Pneumokokken-Impfung verabreicht werden soll.
 
Leider fehlt bisher eine allgemeine Empfehlung durch die STIKO (Ständige Impfkommission). Das bedeutet für Sie, dass Sie mit ihrer Krankenkasse individuell klären müssen, ob sie die Kosten für die Impfung und den Impfstoff übernimmt (bislang sind es nur ca. 50 % der Krankenkassen).
 
Stellungnahme der Impfkommission der DAKJ zur Impfung gegen Meningokokken B:

„Die dargelegten Daten lassen erwarten, dass mit 4CMenB erstmals ein wirksamer Impfstoff zur Prophylaxe invasiver MenB-Erkrankungen zur Verfügung steht. Die Kommission hält daher folgendes Vorgehen für sinnvoll:
 
Kindern und Jugendlichen mit bekanntem hohen Risiko für eine invasive Meningokokken-Infektion (z. B. bei Immundefekt, Komplementdefekt oder Asplenie, auch funktionell) ist in Ergänzung der bestehenden STIKO-Empfehlung zur Impfung gegen Serogruppen A, C, W und Y die Impfung mit 4CMenB zu empfehlen.
 
So lange keine generelle Empfehlung zur MenB-Impfung durch die STIKO und eine Aufnahme in die Schutzimpfungsrichtlinie des G-BA vorliegen und damit eine Kostenübernahme durch die GKV nicht gesichert ist, kann das strategische Ziel einer Herdenprotektion nicht erreicht werden. Deshalb sollte bis dahin unter Berücksichtigung der Zielsetzung eines individuellen Impfschutzes gegen Meningokokken B-Erkrankungen die Impfung zum frühestmöglichen Zeitpunkt, also bereits ab einem Alter von 2 Monaten, durchgeführt werden. Gleichzeitig sollte allen älteren Säuglingen, Kindern und Jugendlichen im Sinne einer Nachholimpfung der MenB-Impfschutz individuell angeboten werden. Zur Erreichung eines Impfschutzes kann die Immunisierung in Abhängigkeit vom Lebensalter zeitgleich oder getrennt mit anderen Impfungen erfolgen (siehe Fachinformation Bexsero®). Dabei ist zu beachten, ob im jeweiligen Bundesland eine öffentliche Impfempfehlung gegen „Meningokokken“ allgemein oder serogruppenspezifisch vorliegt. In Abhängigkeit davon muss im Aufklärungsgespräch erwähnt werden, ob im Falle eines Impfschadens nach Meningokokken-Gruppe-B Impfung ein Versorgungsanspruch gemäß §60 IfSG besteht oder nicht.“

Wir begrüßen die Möglichkeit der Impfung gegen B-Meningokokken und impfen ihr Kind gern!

Bitte sprechen Sie uns an!

Ihr Praxis-Team

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Infos zur Gesundheit

Wer sich Sorgen macht, begibt sich logischerweise auf die Suche nach Informationen. Diese bekommt man heutzutage am einfachsten im Internet. Die Welt der Gesundheitsinformationen im Internet ist bunt, vielfältig und leider inhaltlich nicht immer richtig.

Wir helfen Ihnen bei der Suche. Im Folgenden nennen wir Ihnen Webseiten, deren Informationen wir für zuverlässig halten.

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Gute Informationen zur Gesundheit finden Sie auf diesen Webseiten:

→ Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)

→ Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

→ www.kinderaerzte-im-netz.de - allgemeine Informationen

→ www.pina-infoline.de - Info zu Allergien/Asthma und unter PINA-Informationen>Info-Filme Inhalationsanleitungen

→ www.rki.de - Robert-Koch-Institut zu Infektionen und Impfungen

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Internet & Co.

Wir alle wissen, dass es ohne Internet zukünftig nicht mehr gehen wird. Gerade für Kinder lauern aber auch große Gefahren im Netz. Das geht von A wie Anschwärzen über M wie Mobbing bis hin zu P wie Pädophilie und S wie Spielsucht. Nur wer die Gefahren kennt, kann diese umschiffen. Deshalb ist es wichtig, Kinder rechtzeitig und angemessen an die Materie Internet heranzuführen.

Mehr zu den Gefahren im Internet erfahren Sie hier: → www.schau-hin.info

Im Folgenden haben wir noch ein paar Seiten-Empfehlungen für Kinder und Jugendliche.

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Hörspiele - Körperwissen mit Spaß
Internet-ABC für Kinder
Starke Infos für Jungen
Loveline - Informationen für Jugendliche

Hanisauland - Politik für Kinder und Jugendliche
Kidsville - Portal für kleine Schreiberlinge
Naturdetektive - Kinderseite des Bundesamtes für Naturschutz
Blinde Kuh - deutschsprachige Suchmaschine für Kinder

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